Was kostet ein externer Datenschutzbeauftragter

Die Kosten eines externen Datenschutzbeauftragten lassen sich nicht in einem Satz darstellen. Sie hängen davon ab, wie hoch der Aufwand der Serviceleistung ist. Viele Unternehmen gehen davon aus, dass ein interner Datenschutzbeauftragter günstiger ist. Dies ist allerdings nur bedingt richtig. Denn auch hier stehen bis zur Bestellung eines internen Datenschutzbeauftragten eine Reihe von Dingen an, die zunächst geklärt bzw. implementiert werden müssen:

  • Die Ausbildung zum Datenschutzbeauftragten ist aufwändig. Know-How in den Bereichen Prozesse und Organisation, IT Systeme und Applikationen, sowie im Datenschutzrecht sind unbedingt erforderlich.
  • Ein interner Datenschutzbeauftragter, sofern er nicht hauptamtlich eingesetzt ist, kann seiner Haupttätigkeit nicht in vollem Umfang nachkommen.
  • Nach dem Bundesdatenschutzgesetz  § 4f Abs. 3 Satz 4, 5 BDSG besitzt der betriebliche Datenschutzbeauftragte einen gesonderten Kündigungsschutz. Eine Abberufung kann nur durch die Aufsichtsbehörde für Datenschutz durchgeführt werden.

Die Kosten für einen externen Datenschutzbeauftragten werden vertraglich festgelegt, und nur die Leistungen, die der Datenschutzbeauftragte tatsächlich erbringt, werden auch abgerechnet. Grundsätzlich beginnt ein solches Vertragsverhältnis mit einer Bestandsaufnahme bzw. einer Erstanalyse, einem Datanschutzaudit. Dieses dokumentiert in einem abschließenden Report an die Geschäftsführung den Status des aktuellen Datenschutzniveaus. Die Abrechnung erfolgt auf Stundenbasis. In der Folgezeit übt der externe Datenschutzbeauftragte eine regelmäßige Kontrollfunktion aus. Er steht außerdem als kompetenter Ansprechpartner bei datenschutzrechtlichen Fragen sowie im Falle eines externen Audits (z.B. durch die Aufsichtsbehörde) zur Verfügung. Die Abrechnung hier kann ebenfalls auf Stundenbasis oder über eine monatliche Servicepauschale erfolgen.

Kostengründe sollten bei der Wahl des externen Datenschutzbeauftragten sollte keine Rolle spielen. Vielmehr ist es wichtig, auf Qualität der Ausbildung, den Umfang des im Service beinhalteten Versicherungsschutzes, der Art und Weise, wie die Mitarbeiter in den Datenschutzprozess eingebunden werden zu achten.

Fazit

Zwar scheint es, dass ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter auf den ersten Blick die preiswertere Variante ist, jedoch werden vom Unternehmen einige Kostenfaktoren oftmals nicht mit in die Rechnung einbezogen. Weiterhin blickt ein externer Datenschutzbeauftragter objektiver auf das Datenschutzkonzept und liefert in der Regel dementsprechend bessere Ergebnisse. Bei Unzufriedenheit kann der Datenschutzservicevertrag nach Ablauf (meist wird eine zeitliche Befristung des Vertrags vereinbart) gekündigt werden.

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